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Offene Tür im Merzener Gemeinschaftshaus erst im Mai

Ein Tag der offenen Tür im Merzener Gemeinschaftshaus St. Franziskus war eigentlich für Anfang April geplant. Doch daraus ist nichts geworden, denn die Handwerker geben sich dort noch die Klinke in die Hand.

Nunmehr sollen sich nicht nur die Merzener am Samstag, 13. Mai, von14 bis 18 Uhr ein genaueres Bild davon machen können, was sich auf dem Grundstück an den Dorfteichen in den vergangenen Wochen getan hat und was das Merzener Vorzeigeprojekt, in dem die ersten Mieter bereits eingezogen sind, so alles bietet. Das erklärte Rudi Fissmann, Geschäftsführer Caritas Nordkreis Pflege GmbH, bei einem Ortstermin im Gemeinschaftshaus.

Nicht im Zeitrahmen

„Es läuft alles nach Plan“, hatte Bürgermeister Gregor Schröder noch in der Gemeinderatssitzung im März berichtet. Als er am Dienstag dieser Woche mit Vertretern der Caritas Nordkreis Pflege GmbH sowie Mitgliedern des Kirchenvorstandes die Baustelle besichtigte, musste er jedoch eingestehen, dass der Zeitplan nicht ganz eingehalten werden konnte. „Es ist, wie es ist“, erklärte der Ratsvorsitzende. Nicht alle Gewerke seien im Zeitrahmen geblieben. So präsentierte er den Gästen noch viele Stellen, an denen die Handwerker, seien es Maler, Elektriker oder Fliesenleger, noch fleißig am Werk waren. Zum Teil würden die Handwerker sogar sonntags arbeiten.

Am Dienstag, 2. Mai will, die Caritas die Merzener Pflegeeinrichtung mit der Tagespflege mit 27 Plätzen in zwei Gruppen im Erdgeschoss, eine für Demenzkranke, die andere für sonstige körperlich Erkrankte, eröffnen. „Dann geht es mit Volldampf los“, so Fissmann, das Personal sei schon eingestellt.

Verlässliche Tagespflege

Und diese Tagespflegeeinrichtung bietet mit ihren Öffnungszeiten ein Novum. „Es gibt verlässliche Grundschulen, bei uns gibt es die verlässliche Tagespflege“, so Brigitte Mathlage – täglich von 8 bis 19 Uhr, auch samstags und sonntags. Die Tagespflege biete für interne wie externe Besucher vielfältige Angebote: Kochen, Backen, Mobilitäts- und Erinnerungstraining und vieles mehr. Die Pflegedienstleitung liegt in den Händen von Erika Gödiker. Und in den Räumen im Erdgeschoss soll dann die Einrichtung nicht nur nach modernsten Gesichtspunkten ausgerichtet sein, sondern so manch historisches Möbelstück dürfte nicht nur bei den Demenzkranken Kindheitserinnerungen wachrufen.

Die Tagespflege im Gemeinschaftshaus soll nicht nur den 15 Bewohnern offenstehen, die pflegebedürftig sind und eine der 15 Mietwohnungen beziehen werden und eine ambulant betreute Wohngemeinschaft bilden. Auch Senioren, die zum Beispiel in Merzen oder dem Umland wohnen und der Pflege bedürfen, können tagsüber das Angebot der Caritas nutzen.

Mit Hochdruck dabei

Mit Hochdruck sind die Handwerker dabei, die Räume so schnell wie möglich fertigzustellen. Mit den Türen und Decken wollen sie diese Woche durch sein, dann sind die Bodenbeläge an der Reihe.

In einem Flügel in dem mächtigen Klinkerbau entdeckt, wer genau hinschaut, am Fenster bereits die ersten Blumenkästen. Eine der zwölf barrierefreien und betreuten Wohnungen ist bereits bezogen, trotz der Baustelle im Umfeld. Die Mieter hätten aus ihrem Haus herausgemusst, da es bereits verkauft gewesen sei, so Bürgermeister Schröder. Auf der Facebook-Seite des „Bersenbrücker Kreisblattes“ war bereits von Lesern die Frage aufgekommen, ob die Gemeinde so mit alten Menschen umgehen könne. Wäre eine Interimslösung sinnvoller gewesen?

Keine Bleiverglasung

Beeindruckt zeigten sich die Vertreter von Caritas und Kirchengemeinde bei ihrem Rundgang von der Größe der Pflegezimmer, die deutlich über den Standardmaßen liegen. Imposant wirkt auch der Gemeinschaftsraum im Dachgeschoss, wo nebenan die Anlaufstelle für Quartiersmanagement und das Netzwerk „Kleine Hilfen“ untergebracht sein werden. Mit Arztpraxis und der Praxis für Physiotherapie will das Gemeinschaftshaus allen Anforderungen gerecht werden.

Und Pfarrer Stephan Höne warf auch schon einmal einen Blick in den Raum, wo demnächst die Kapelle untergebracht sein wird. Eine Bleiverglasung für „sein letztes Bauvorhaben“ als Merzener Pfarrer dürfte er auch nach dem Tag der offenen Tür im Mai vergeblich suchen, denn die ist nicht geplant.