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Zehn Neuenkirchener Hobbykünstler stellen Werke aus - Rathaus wird zum Kulturort

Zehn kreative Köpfe haben am Wochenende ihre Ausstellung „Einmalig zehnmal anders“ im Rathaus eröffnet. Bis zum 5. Mai präsentieren die Neuenkirchener Hobbykünstler dort eigenwillige, inspirierende oder einfach nur schöne Ansichten ihrer Heimatgemeinde.

Das Neuenkirchener Rathaus wird mehr und mehr zu einem Kulturort. Damit entspricht die Verwaltung einer Anregung „von sehr vielen Bürgern, die sich im Rahmen der Audit-Umfrage im vergangenen Jahr mehr Angebote im Bereich Kunst und Kultur gewünscht haben“, freute sich Gemeindedirektorin Hildegard Schwertmann-Nicolay über die fantasievolle Belebung ihres Arbeitsplatzes. Was die Verwaltungschefin bei der Ausstellungseröffnung in Worte fasste – „Kunst bringt die Menschen zusammen“ – haben die Neuenkirchener denn auch gleich eindrucksvoll in die Tat umgesetzt: Am Eröffnungstag drängten sich nicht nur die Künstler und ihre Freunde und Familien sowie Vertreter aus Rat und Verwaltung im ersten Stock des Rathauses: Auch zahlreiche interessierte Gäste und Passanten ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, altbekannte Gebäude und Landschaften ihrer Kommune, durch die Augen der zehn Maler betrachtet, neu zu entdecken. Zudem hatte jeder Künstler noch ein weiteres Werk mitgebracht, was die Spannbreite des kreativen Schaffens in der Gemeinde noch weiter unterstreicht.

Dasenbrock als „treibende Kraft“

„Mir war gar nicht bekannt, dass es eine so große Anzahl an Hobbykünstlern bei uns gibt“, zeigte sich auch Vitus Buntenkötter beeindruckt von der neuen Vielfalt im Rathaus. Als „treibende Kraft“ hinter der Idee, zehn Fehldrucke von Ansichten der Hülsengemeinde – die auf den handgezeichneten Originalen des Bramscher Künstlers Ernst Busch beruhen und von der Gemeinde seit vielen Jahren als offizielle Geschenke an offizielle Gäste vergeben werden – statt wegzuwerfen künstlerisch neu gestalten zu lassen, hob der Bürgermeister Mitinitiator Reinhard Dasenbrock hervor. „Sie haben uns den kleinen Finger geboten“, bedankte sich Buntenkötter mit einem Schmunzeln bei Dasenbrock, der ebenfalls zwei Arbeiten im Rathaus zeigt, „und nun sind Sie auf dem besten Weg, zum Kunstbeauftragten der Gemeindeverwaltung zu werden.“

Überregionale Strahlkraft?

Mit der Öffnung des Rathauses für die Kunst habe die Neuenkirchener Verwaltung eine neue Plattform geschaffen, die auch „überregionale Strahlkraft“ entwickeln könne, merkte die Osnabrücker Künstlerin Maria Feldkamp in ihrer Laudatio an. „Künstler lieben Rathäuser“, erklärte Feldkamp: Sie würden zu sozialen Gebilden, indem spezielle Augenblicke, wie man sie in dieser Ausstellung erleben könne, mit einem besonderen Ort verbunden würden. „Und dadurch entsteht ein neuer Wertraum“, erklärte die Künstlerin. Als Gebrauchsanweisung für die Ausstellung gab die Osnabrückerin abschließend einen einfachen Tipp: „Die Bilder und den kostbaren Augenblick, den sie vermitteln, einfach genießen!“

Werke käuflich zu erwerben

Diesem Ratschlag können alle Interessierten noch bis Freitag, 5. Mai 2017, zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses folgen. Wer eines der Werke erwerben möchte, hat auch dazu die Möglichkeit: Es liegen Listen aus, auf denen Kaufwillige ihr Gebot abgeben können.

Ein Bild von Ulrike Havermeyer

Ein Artikel von Ulrike Havermeyer / Bersenbrücker KReisblatt

http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen