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"Frühe Hilfen“ greifen in der Samtgemeinde Neuenkirchen

Während in anderen Kommunen das Netzwerk „Frühe Hilfen“ noch in den Startlöchern steckt, ist die Samtgemeinde Neuenkirchen da schon einiges weiter. Bereits vor einem Jahr wurden dort die Bedingungen für verbindliche Strukturen geschaffen.

Der Blick richtet sich dabei nach dem Bundeskinderschutzgesetz zunächst auf den Zeitraum ab der Schwangerschaft bis zum dritten Geburtstag des Kindes. „Die Angebote, die im Rahmen des Netzwerks entwickelt wurden, zielen nicht nur auf Familien und Alleinerziehende in belasteten Situationen, sondern ausdrücklich auf alle Familien“, erläuterte Lisa Diekmann-Holtkamp, die nicht nur das Familienservicebüro der Samtgemeinde leitet, sondern auch Ansprechpartnerin für die Kleinen Hilfen ist, dem Rat der Samtgemeinde Neuenkirchen.

Zuerst einmal erfolgte der Aufbau eines berufsübergreifenden Kooperationsnetzwerkes von gut 30 Personen, dem zum Beispiel nicht nur Erzieherinnen angehören, sondern auch Hebammen, Kinderkrankenschwestern oder die Polizei. Dreimal im Jahr ist ein Netzwerktreffen vorgesehen. Eine Lenkungsgruppe aus dem Netzwerk begleitet, plant und entscheidet über Projekte vor Ort. So ist ein Elternbabytreff für die Samtgemeinde Neuenkirchen initiiert worden, zudem ist ein neuer übersichtlicher Flyer erschienen, der den Eltern der U-3-Kinder eine Übersicht über Angebote bieten soll.

Denen stellt sich nämlich oft die Frage, wo sich junge Familien treffen können oder wo ein Austausch mit Vätern und Müttern in einer ähnlichen Lebenssituation erfolgen kann. Wen können die Eltern bei Fragen oder Unsicherheiten anrufen? Der Flyer klärt die jungen Eltern darüber auf, dass es in jeder Gemeinde offene Spielkreise oder Eltern-Kind-Gruppen gibt sowie andere kostenlose Angebote. Aber auch musische Frühförderung oder Eltern-Kind-Turnen wird in der Samtgemeinde angeboten. Säuglingspflegeabend, Babymassage, Stillberatung und Babyschwimmen – all das wird zum Beispiel in Ankum offeriert. Und auch auf die psychologische Sprechstunde, Babybesuchsdienst und Familienservicebüro wird in dem neuen Flyer hingewiesen. Und selbst bei den kostenpflichtigen Angeboten wird gleich eine Lösung angeboten, denn es gibt ja noch den Bildungsgutschein des Landkreises Osnabrück.

Apropos Landkreis Osnabrück. Der arbeitet eng mit den Frühen Hilfen zusammen und unterstützt jedes kommunale Netzwerk pro Jahr mit 10000 Euro. Koordinatorin beim Landkreis ist Annemarie Schmidt-Remme.

 

Familienassistenz

In Zusammenarbeit von Samtgemeinde, der Lenkungsgruppe und dem Verein Pfiff (Pädagogische Förderung in und für Familien) in Merzen wurde das Konzept für die Familienassistenz auf die Beine gestellt. Die erfahrenen pädagogischen Fachkräfte, die mobil und flexibel zur Stelle sind, sollen den Eltern persönlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch dieses Angebot ist kostenlos für die Familien. Es werden nicht nur Antworten auf Fragen rund um Entwicklung, Erziehung oder Ernährung in den ersten drei Lebensjahren gegeben, sondern es wird auch Hilfe geleistet, damit die Familien die Angebote in der näheren Umgebung kennenlernen und am Ortsleben teilhaben können.

Ansprechpartner für die Eltern ist das Familienservicebüro der Samtgemeinde Neuenkirchen, Alte Poststraße 5–7, 05465/ 20134.

Ein Artikel von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/907018/fruehe-hilfen-greifen-in-der-samtgemeinde-neuenkirchen