Anmelden Registrieren Willkommen bei der Samtgemeinde Neuenkirchen...

Neuenkirchener Rat benennt neue Straßennamen

Schwester-Maximilia-Straße, Dechant-Starp-Straße, Pfarrer-Bartels-Straße: Der Gemeinderat Neuenkirchen hat beschlossen, dass die Straßen in der entstehenden Siedlung am Fürstenauer Damm die Namen von in der Kommune verwurzelten Persönlichkeiten erhalten.

Schwester Maximilia, die über 40 Jahre segensreich in der Gemeinde Neuenkirchen gewirkt hat und ihren Lebensabend im St. Elisabeth-Stift verbrachte, wurde am 17.10.1977 anlässlich ihres 80. Geburtstages mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der besondere Dank der Gemeinde Neuenkirchen fand einen sichtbaren Ausdruck durch die Verleihung der Ehrenbürgerschaft im Jahre 1984, dem 50. Jahr ihres Hierseins in Neuenkirchen. Die Einstellung, mit der Schwester Maximilia ihre Aufgaben anging, zeigt sehr schön ein Eintrag aus der Krankenhauschronik aus dem Jahre 1944: „Schw. Maximilia wurde für die ambulanten Kranken als Pflegerin bestimmt. Leider konnte sie nicht Radfahren. Als ihr nun von einem Patienten ein neues Rad in Aussicht gestellt wurde, hat sie mit viel Fleiß und Ausdauer … das Radfahren gelernt. Viel Zeit hat sie jetzt in der Ausübung der Ambulanz gewonnen.“ (Krankenhauschronik 1944)

Dechant Starp kam am 01. April 1942 als Pfarrer nach Neuenkirchen. Sein Wirken in der Gemeinde war bestimmt durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und die notwendige Aufbauarbeit danach. Anfang der 60er Jahre erhielt unsere Pfarrkirche dank der Initiative von Dechant Starp und der Mithilfe des damaligen Vikars Brauer sowie der ganzen Gemeinde und der besonderen Leistungen der Rothertshausener Bürger eine Tochterkirche in Rothertshausen, wo der Gottesdienst bis dahin in einer Baracke gefeiert worden war. Der Kapellenbau war die letzte große Baumaßnahme in der Amtszeit des Dechanten. Am 1. Mai 1965 verzichtete Dechant Starp auf die Stellung als Dechant und am 1. Oktober ebenfalls auf die Pfarrstelle. Seinen Lebensabend verbrachte er in Neuenkirchen. Er starb am 9. Juli 1977 im Alter von 84 Jahren.

Sein Nachfolger, Pfarrer Johannes Bartels, wurde am 20. Oktober 1965 feierlich in die Gemeinde eingeführt. Die Pfarrgemeinde verlor ihren beliebten Seelsorger als er am 21. Februar 1984 plötzlich und unerwartet an Herzversagen verstarb. In der Seelsorge war ihm keine Arbeit zu viel. Unermüdlich kümmerte er sich um alle Gemeindemitglieder. Sichtbare Zeichen seines tatkräftigen Wirkens sind die vielen baulichen Werke, die während seiner Amtszeit entstanden. Dem Bau der Friedhofskapelle (1966/67), des neues Pfarrhauses (1967) und der Erweiterung des Krankenhauses durch einen Vorbau sowie umfangreiche Renovierungsarbeiten im Altbau (1967) folgten der Bau des Kindergartens (1970/71) und des Pfarrheims (1972/73) sowie die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes. Die erwähnten Baumaßnahmen haben viel zur Veränderung des alten Ortsbildes beigetragen. Den Umbau des St. Elisabeth-Stiftes konnte er bis zur Vollendung nicht mehr miterleben.

Quellen: Chroniken 800 Jahre Neuenkirchen und 90 Jahre St. Laurentius Neuenkirchen